praxis

Dr. med. Kiene und Dr. med. Schwarze
 
 
  Linie  
Darmspiegelung (Koloskopie)

Wann sollte eine Darmspiegelung durchgeführt werden?

  • bei unklaren Stuhlgangsveränderungen wie Verstopfung und/oder  Durchfall
  • bei unklaren Mittel- und Unterbauchbeschwerden oder Schmerzen
  • Blutnachweis im Stuhl z.B. bei positiven Hämocult-Test oder
    sichtbaren Blutauflagerungen auf dem Stuhlgang
  • wenn eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung oder eine
    sonstige entzündliche Darmerkrankung vermutet wird
  • zur Tumorsuche insbesondere bei unklarem Gewichtsverlust oder bei Metastasen bei unbekanntem Primär-Tumor
  • Kontrolluntersuchung nach Darmkrebs-Therapie und/oder Polypektomie
  • in jüngerem Lebensalter zur Früherkennung bei familiärem 
    Darmkrebsrisiko
  • Vorsorge-Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr

  • Information zur Vorsorgekoloskopie >>>

Wie ist die Vorbereitung zur Untersuchung?

Bei der Terminvergabe werden zwei Termine im Abstand einiger Tage abgemacht. Beim ersten Termin erfolgt das Vorbereitungs- und Aufklärungsgespräch mit dem Arzt, bei dem Sie bestehende Fragen ansprechen können. Sie erhalten einen Einwilligungsbogen, den Sie gemeinsam mit dem Arzt besprechen. Der zweite Termin ist der Untersuchungstermin
Vor der Untersuchung muss der Dickdarm komplett entleert und gespült werden, damit die Untersuchung und die Sicht auf die Darmschleimhaut  nicht durch Stuhlreste behindert wird, was die Aussagekraft der Untersuchung stark einschränken würde.

Hier können sie eine Zusammenfassung zur Untersuchungsvorbereitung herunterladen oder anschauen. >>>

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Da die Untersuchung von den Patienten gelegentlich als unangenehm empfunden wird, kann bei dieser Untersuchung auf Wunsch ein leichtes, kurzwirksames Beruhigungsmittel (Midazolam) und/oder ein Schmerzmittel gespritzt werden, um die Untersuchung angenehmer zu gestalten.
Man kann die Untersuchung nach vorheriger Rücksprache auch unter Kurznarkose mit Propofol durchführen, so dass die Patienten von der gesamten Prozedur nichts mitbekommen.
Beim Vorschieben des Gerätes im Darm können Schmerzen auftreten. Diese Schmerzen sind jedoch mit den o. g. Medikamenten  vollständig unterdrückbar, so dass in der Regel kein Patient mehr unter der Untersuchung leiden muss.
Der Patient kann auch zunächst wach bleiben und die Untersuchung am Monitor verfolgen, bei Beschwerden besteht dann jederzeit die Möglichkeit, noch eine Sedierung oder Kurznarkose zu erhalten.
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Während der Untersuchung wird der Kreislauf und die Sauerstoffsättigung immer kontinuierlich überwacht.
Gegebenenfalls ist sogar ein zweiter Arzt zur Überwachung bei der Untersuchung dabei.

Wenn die Narkose wirkt, wird der Enddarm zuerst mit dem Finger des Arztes ausgetastet.

Anschließend wird das 1 cm dünne und 130 cm lange Instrument  (Koloskop) durch den After in den Darm eingeführt.
Das Instrument (Koloskop)  wird unter Sicht behutsam mit Begradigungs- oder Umlagerungsmanövern vorgeschoben bis der Übergang vom Dickdarm zum Dünndarm erreicht wird.

Das Koloskop besteht aus einer biegsamen Instrumentenspitze, einer speziellen Mini-Kamera und einer Lichtquelle. Die Mini-Kamera filmt die Darmschleimhaut im Inneren des Darms und überträgt die Bilder an einen Farbmonitor.

Damit sich der Darm entfaltet und eine gute Sicht auf die Darmwand möglich ist, muss über das Gerät Luft in den Darm geblasen werden.

Beim Rückzug des Koloskops wird dann die gesamte Darmschleimhaut sorgfältig nach krankhaften Veränderungen abgesucht.
Werden bei der Untersuchung Polypen entdeckt, werden diese in der Regel auch sofort entfernt und geborgen, damit sie mikroskopisch untersucht werden können.
Dieser Vorgang verursacht, genauso wie die gegebenenfalls durchgeführte Probenentnahme aus den jeweiligen Darmabschnitten, keine Schmerzen.

Die Untersuchung dauert normalerweise etwa 25 Minuten.

Das zur Darmentfaltung eingeblasene Luftvolumen von einigen Litern wird in der Regel bei Rückzug des Gerätes wieder abgesaugt.
Trotzdem kann es während und auch nach der Untersuchung kurzzeitig zu Darmblähungen (sog. "Winde") kommen, die allerdings meist schnell wieder verschwinden.

Sollte ein Beruhigungsmittel oder ein Narkosemittel im Zuge der Darmspiegelung verabreicht werden, ist die aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr möglich. Generell empfiehlt es sich, sich von einer Begleitperson abholen zu lassen.

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